10.315 Tage

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Berliner Mauer ( 1961 – 1989 ). Mauern schaffen Räume, indem sie den Raum begrenzen. Historisch befestigten die Römer ihre Grenzen zu den Schotten und zu Germanien. Und so dachte sich das ZK der SED im Sommer 1961, was bei den Römern und mit der Chinesischen Mauer im Reich der Mitte so wunderbar funktioniert hat, das kann in Berlin Mitte auch gelingen.

Die Große Mauer sollte das chinesische Kaiserreich vor nomadischen und wilden Reitervölkern aus dem Norden schützen.
Die große Mauer um Westberlin schützte die DDR hingegen vor weiterer und zunehmender Republikflucht in den wilden Westen.

Zusammen mit der knapp 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze war Deutschland vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 für etwas mehr als 28 Jahre getrennt. Genauer gesagt: 10.315 Tage, so dass nach dem 5. Februar 2018 die Mauer länger wieder geöffnet ist als sie zuvor geschlossen war.
Als Raumtrenner funktionierten Zonengrenze und die Berliner Mauer. Die Spaltung ist noch heute zu spüren. Noch immer werden im Osten niedrigere Löhne und Renten gezahlt, obwohl in Städten wie Berlin, Dresden und Leipzig das Preisniveau längst im Westen angekommen ist.

Zwischen Nordkorea und dem Süden der Halbinsel trennt ebenfalls eine befestigte Grenze die Systeme. Im Falle einer Wiedervereinigung könnte Korea viel lernen von Deutschland.

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