Drogenbericht 2017

Drogenbericht verharmlost Alkohol

Der aktuelle Drogenbericht von Marlene Mortler verharmlost den Alkoholkonsum in Deutschland. Daher schrieb ich diesen Brief und freue mich schon jetzt auf eine Antwort. Möglicherweise werde ich zum Oktoberfest eingeladen …

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Frau Mortler,

die von Ihnen genannte Zahl zu den alkoholbedingten Todesfällen kann nicht richtig sein. Vor drei Monaten sprachen Sie noch von 74.000 Fällen als Sie erstmalig 1.333 echte Drogentote beklagten.

Aus Ihrem jüngsten Bericht [ PDF ] :

Jährlich sterben in Deutschland 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, weitere 40.000 Menschen sterben an den Auswirkungen schädlichen Alkoholkonsums und etwa 1.300 Todesfälle sind direkt auf den Konsum illegaler Drogen zurückzuführen.

Aus dem Vorjahr [ PDF ] :

Schätzungen zufolge sterben in Deutschland pro Jahr zwischen 42.000 und 74.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Etwa ein Viertel dieser Todesfälle ist allein auf den Alkoholkonsum, die übrigen drei Viertel sind auf den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak zurückzuführen.

Sie nehmen von den Vorjahresspannen die Untergrenzen und verspielen damit Ihre Glaubwürdigkeit. An den richtigen Drogen sterben jährlich mindestens so viele Menschen, wie in Ihrem heimischen Landkreis Nürnberger Land leben. Das kann kein Zufall sein.

Mein Fazit bleibt. Die wenigsten Drogentoten sterben am falschen Konsum von illegalen Rauschmitteln. Und die Einstiegsdroge der kicherenden Kiffer ist im übrigen die Zigarette. Daher muss Ihr Parteifreund und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt das Werbeverbot für Tabakwaren als EU-Richtlinie umsetzen.

Aber das besprechen Sie besser bei einer gepflegten Maß Oktoberfestbier beim Reglement für den Otto-Wiesheu-Ähnlichkeitswettbewerb “Besoffen nach Hause fahren”.
Prost.


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