Veloroute 4

veloroute 4

Hamburg wird Fahrradstadt. Im Verwaltungsdeutsch heißt es Radverkehrsförderung. Praktisch bedeutet es, dass ab 2020 mehr als doppelt so viele Radler unterwegs sein sollen wie 2008, als rund 12 Prozent aller innerstädtischen Wege mit dem Rad zurückgelegt wurden. Gefördert werden sollen Radfahrer durch eine bessere Infrastruktur wie ausreichend breite Radwege, Schutzstreifen auf der Straße und die Fahrradstraße, auf der Autoverkehr zugelassen werden kann.

Radfahren soll sicher, zügig und bequem sein und unter verkehrlichen Bedingungen stattfinden können, die sowohl von erfahrenen Radlerinnen und Radlern als auch von Kindern und Erwachsenen, die bisher nur selten das Rad genutzt haben, als angenehm empfunden werden. Voraussetzung ist eine fahrradfreundliche Infrastruktur der Verkehrswege für den Radverkehr.
[ hamburg.de ]

Im Verlauf der Veloroute 4 soll jetzt der Leinpfad zur Fahrradstraße werden. Der erste Spatenstich ist am 17. Oktober. Die Gesamtinvestition beträgt an dieser Stelle 1,4 Millionen Euro. Wie abendblatt.de berichtet, baut Hamburg 280 Kilometer Schnellstraßen für Radfahrer.

Problematisch sind allerdings die Übergänge und die Anschlussstellen – auch auf der Veleroute 4. Stadtauswärts sollte die Fahrradstraße auf dem Harvestehuder Weg über die Einmündung Fernsicht hinaus bis zum Klosterstern als Fahrradstraße weitergeführt werden.

Wenn jetzt der Leinpfad zur Fahrradstraße wird, dann werden Radfahrer von der Fernsicht kommend nach links einbiegen wollen.

Ungeklärt ist die Vorfahrt an der Kreuzung zur Maria-Louisen-Straße, denn die Fahrradstraße müsste Vorrang erhalten – auch gegenüber der Busline 109. Ohne Umgestaltung dieser Kreuzung wird das nicht funktionieren. Denn auch Kinder und Senioren sollen die Fahrradstraße gefahrlos nutzen können.

Noch schwieriger dürfte die Umgestaltung der Hudtwalckerstraße werden. Dort endet der Leinpfad an der vierspurigen B5 ( Husum – Hamburg – Boizenburg – Berlin ). Ungeklärt ist auch die Verkehrsführung stadteinwärts: Von der Bebelallee kommend muss es für Fahrradfahrer einen Linksabbiegerstreifen zur Einmündung in den Leinpfad geben. Denn – gerne noch einmal in der Wiederholung – auch Kinder und Senioren sollen die Fahrradstraße gefahrlos nutzen können.

Fahrradstraßen, Schutzstreifen und Radwege sind nur so gut wie ihre Anschlussstellen und Endpunkte. Daher wird es noch weiterer Anstrengungen bedürfen.

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